Der Markt der Geldausgabeautomaten hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt. Zwar gelten die USA als Heimat des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Dies bedeutet aber nicht, dass jedweder Zahlungsverkehr dort auch bargeldlos erfolgt. Bargeld ist in den USA im Alltag unabdingbar notwendig, wenn man öffentliche Verkehrsmittel benutzt, Trinkgelder gibt, Zeitungen kauft, Straßenmaut zahlt und in Überblick zahlreichen anderen Situationen. Daher nutzen die US-Amerikaner die Geldautomaten ähnlich häufig wie die Europäer. Die Bargeldnachfrage ist in den letzten Jahren sogar leicht gestiegen. Insgesamt gibt es ca. 400.000 Geldausgabeautomaten in den USA und 150 Millionen Einwohner der USA verfügen über Geld und
Kreditkarten (ATM Karten). Über die ATM Karten werden durchschnittlich pro Monat USD 48 Milliarden Bargeld an die Kunden ausgegeben. Im Durchschnitt werden über eine ATM Maschine pro Monat 2.233 Transaktionen abgewickelt. Der durchschnittliche Auszahlungsbetrag pro Transaktion liegt in den USA bei USD 100 (in Deutschland ca. USD 200).
Im Übrigen scheint sich die sog. Finanzkrise auf das Geschäft mit ATM Maschinen eher positiv auszuwirken. Die Gebührenumsätze der Maschinen scheinen etwas anzusteigen, auch wenn es derzeit noch zu früh ist, hier endgültige Aussagen treffen zu können. Aber es scheint, als ob die restriktivere Haltung der Banken bei der Vergabe von
Kreditkarten zu einem steigenden Bargeldbedarf bei den Verbrauchern führt, die ihren Bargeldbedarf wiederum an ATM Maschinen decken. Jedenfalls konnten in den vergangenen Jahren keine sinkenden, sondern eher leicht steigende Gebührenumsätze an einer Reihe von ATM Maschinen beobachtet werden.