Für das Jahr 2013 bezifferte der Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e. V. (bsi) die Gesamtumsätze auf dem
Zweitmarkt für geschlossene Beteiligungen mit etwa EUR 186 Mio. (bsi Branchenzahlen 2013). Seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008 waren - parallel zu den rückläufigen Platzierungszahlen am Erstmarkt - auch die Umsätze an den Zweitmärkten zunächst zurückgegangen. Mehrere von
Initiatoren geschlossener Beteiligungen abhängige Marktplätze wurden deshalb in den Folgejahren wieder eingestellt. Für Akteure am
Zweitmarkt bedeutet dies aber nicht zwingend einen Nachteil, da durch die Konzentration der Aktivitäten auf weniger Plattformen eine höhere Marktdurchdringung möglich ist und sich somit die Transparenz der Kursfindung tendenziell erhöht.
Inzwischen erholen sich die Umsätze an den
Zweitmarktbörsen wieder deutlich: Im Jahr 2014 konnte die
Fondsbörse Deutschlan zusammen mit der von ihr Anfang 2015 übernommenen Deutsche
Zweitmarkt AG (DZAG) ein nominales Handelsvolumen von EUR 212 Millionen verzeichnen, davon entfielen fast zwei Drittel auf Immobilienbeteiligungen. Bei einem Durchschnittskurs von rund 46,7 % belief sich der reale Umsatz 2014 auf EUR 98,9 Millionen. Das Jahr 2015 verlief ebenfalls weiterhin positiv,
Fondsbörse Deutschland und DZAG melden einen kumulierten Umsatz von nominal EUR 254,2 Millionen, das entspricht einem Handelsvolumen von real EUR 119,7 Mio. bei einem Durchschnittskurs von rund 47,1 %. Auf vergleichbarem Niveau gestaltete sich auch der Jahresbeginn 2016 mit einem nominalen Handelsvolumen von EUR 75,3 Mio., einem durchschnittlichen Handelskurs von 51,9 % und damit einem realen Umsatzvolumen von EUR 39,1 Mio. bis einschließlich April 2016.