Der Wohnungsmarkt in Deutschland zeigt sich unabhängig von Finanzkrisen und konjunkturellen Einbrüchen - Menschen müssen wohnen. Ein Dach über dem Kopf zu haben ist ein existentielles Bedürfnis, wie Essen, Trinken und Kleidung. Selbst wenn gespart werden muss, wird eher auf Mobilität, wie das Auto, verzichtet, als auf angemessenen Wohnraum. Der dann bevorzugt in Ballungsräumen mit sehr guter Infrastruktur gemietet wird. Immer gesucht und gebraucht werden bezahlbare, durchschnittliche Mietwohnungen, denn verglichen mit anderen europäischen Ländern bildet Deutschland, mit lediglich 43,2% Wohneigentum privater
Haushalte das Schlusslicht in Sachen Wohneigentum in Europa. Trotz langfristig sinkender Bevölkerungszahlen steigt die Nachfrage nach Wohnraum, genauer nach
Haushalten. Das statistische Bundesamt erwartet bis 2020 einen Anstieg auf 40,5 Millionen Privathaushalte, etwa 500.000 mehr als derzeit. Verantwortlich dafür sind zwei, seit längerer Zeit zu beobachtende
Trends: Die Zahl der Singlehaushalte nimmt stetig zu. Viele jüngere Menschen leben ohne Partner, denn die Gründung einer Familie wird oft ins mittlere Lebensalter verschoben. Lange Ausbildungszeiten und die Vorteile des "Hotel Mama" verstärken diesen
Trend. Zusätzlich sorgt die steigende Zahl von Scheidungen für weiteren Wohnungsbedarf.