Seit Jahren nimmt die Gesamtleistung der in Europa installierten Windkraftanlagen stetig zu. Studien gehen davon aus, dass auch in
Zukunft ein großer Teil des Energiebedarfs durch die Kraft des Windes abgedeckt wird. Durch den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien sind die Errichtungskosten, vor allem für Solar- und Windkraftanlagen, in den letzten Jahren stark gesunken. Die Höhe der Einspeisevergütung von ca. 8 bis 9 ct liegt mittlerweile sehr nah am tatsächlichen Niveau des Strompreises, der z. B. an der Leipziger Börse für Energie (EEX) für Frankreich in den letzten 12 Monaten meist zwischen 5 und 7,5 ct/kWh notierte (01/2012 bis 12/2012) und den Betrieb der Anlagen - auch über die Dauer des staatlich garantierten
Einspeisetarifs hinaus - mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhin attraktiv bleiben lässt. Tendenziell sind die Preise für Energie in den letzten Jahren regelmäßig gestiegen. Und Experten erwarten ein weiteres Ansteigen für die kommenden Jahre.
Windenergie ist die kinetische Energie bewegter Luft. Das Wort "Kinesis" ist griechisch und bedeutet Bewegung. Bei der Umwandlung in elektrische Energie durch eine Windenergieanlage muss die Energie des Windes über die Rotorblätter zunächst in mechanische Rotationsenergie umgewandelt werden, die dann über einen Generator elektrischen Strom liefert. Die Wandlung der kinetischen Energie des Windes in elektrische Energie unterliegt, wie alle Energiewandlungen, energetischen "Verlusten". So kann dem Wind rein physikalisch nicht mehr als 59,3 Prozent der Leistung entnommen werden. Zusätzlich kommen noch aerodynamische Verluste durch Reibung und Verwirbelungen am Rotorblatt hinzu. Circa weitere zehn Prozent mechanische und elektrische Verluste entstehen durch Reibung in dem Lager, dem Getriebe und im Generator selbst sowie in den Umrichtern und den Kabeln.