Die Ölmühle Wolgast GmbH & Co. KG plant, eine Ölmühle zur Verarbeitung von Rapssaat zu erwerben und zu betreiben. Neben dem Verkaufserlös aus dem Öl werden weitere Erlöse aus dem Verkauf des bei der Produktion entstehenden Koppelproduktes, des sog. Rapskuchens oder Rapsexpellers erzielt. Auf dem Nachbargrundstück der Ölmühle wird eine sog. Entschleimungsanlage errichtet, die ebenfalls Bestandteil des
Fonds sein wird. In dieser Anlage wird das produzierte Rohöl weiter veredelt, wodurch ein höherer Verkaufspreis erzielt werden kann. Da die Kapazität der Entschleimungsanlage durch die Ölproduktion der Ölmühle Wolgast nur zu rund 45% ausgelastet werden wird, wird ab Oktober 2008 eine zusätzliche Einnahmequelle aus der Lohnentschleimung für eine andere Ölmühle inbegriffen sein. Auf dem Gelände der Fabrik werden ein Zwischenlager für Rapsöl (Kapazität 1.200 t), Rapskuchen (Kapazität 1.500 t) sowie Tagessilos für Rapssaat (Kapazität 1.000 t) errichtet.
Die Hauptbestandteile der Anlage sind relativ unkomplizierte, mechanische Komponenten, die eine sehr lange Haltbarkeit der Fabrik gewährleisten. Dies ist auch der Grund, warum die Fabrik Öl über die gesamte
Laufzeit von 20 Jahren problemlos produzieren kann. Die Baugenehmigung für die Ölmühle liegt vor. Das Grundstück auf welchem die Mühle errichtet wird, ist bereits erworben worden. Für das zweite Grundstück, auf dem die Entschleimungsanlage errichtet werden wird, ist die Verkaufsbereitschaft von der Stadt Wolgast zugesagt worden. Der Nachtrag zur Baugenehmigung für die Entschleimungsanlage wird im Oktober 2006 eingereicht. Baubeginn der Anlage ist für März 2007 geplant. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme wird im Dezember 2007 erfolgen.
Die Rohstoffe werden von einem der größten deutschen Lieferanten für Agrarprodukte, der ATR Landhandel GmbH, angeliefert. Die jährliche Menge an Input beträgt 60.000 t, aus der rund 24,6 Mio. Liter Öl und rund 37.650 t Rapskuchen produziert werden sollen. Der Lieferant der Rapssaat ist vertraglich verpflichtet, den produzierten Rapskuchen zurückzukaufen, das produzierte Öl hingegen wird verkauft. Die
Kontrakte sowohl mit dem Zulieferer als auch mit dem Abnehmer des Expellers laufen zunächst über 12 Jahre und verlängern sich automatisch um jeweils drei Jahre, falls der Vertrag nicht von einer der Vertragsparteien gekündigt wird. Bzgl. der Abnahme des Rapsöles liegt eine Interessenbekundung über die Abnahme von 30 Millionen l Rapsöl jährlich eines Großhändlers vor. Der Verkäufer sichert die Gewährleistung per Bankbürgschaft ab. Der Produktionsprozess von Saat zu Öl beinhaltet nur einen niedrigen Fixkostenblock. Größter Kostenblock bei der Produktion sind die variablen Kosten. Weiterhin gibt es eine starke
Korrelation zwischen den Kosten für die Rohstoffe und den Preisen für die Endstoffe (hoher Einkaufsmarktpreis -> hoher Verkaufsmarktpreis). Diese beiden Tatsachen lassen eine gute Kostenstruktur erwarten. Sicherheitsabschläge sind im Rahmen der Kalkulation des Betriebes der Ölmühle gemacht worden: Die Grundproduktionszeit der Anlage wurde mit 340 (statt 365) Tagen im Jahr angegeben. Es wurde ein weiterer Sicherheitsabschlag von knapp 12% vorgenommen, so dass für die vorliegende Ertragsprognose nur mit 300 Produktionstagen im Jahr gerechnet wird. Die tägliche Verarbeitungsmenge beläuft sich auf 200 t Rapssaat, was eine Verarbeitungsmenge von 60.000 t per annum ergibt. Die maximale Kapazität der Anlage beträgt 68.000 t per annum.
Eine Kündigung durch den Gesellschafter ist einmalig zum 31.12.2017 möglich. In diesem Falle beträgt die Abfindung 90% bezogen auf die Kommanditeinlage. Ansonsten ist eine Kündigung erstmalig zum 31.12.2027 möglich.